Wir stellen uns vor

Verband Bayerischer Bienenzüchter e.V.

Der Verband Bayerischer Bienenzüchter e. V. wurde im Jahr 1957 in Miesbach gegründet.

Zweck und Ziele des Verbandes

Er erstrebt nach seiner Satzung den Zusammenschluß aller Imker nach freien, demokratischen Grundsätzen. Sein Zweck ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet und seine Maßnahmen werden nicht nur im Interesse der Mitglieder, sondern im Interesse der Allgemeinheit in gemeinnütziger Weise zur Sicherung der Pflanzenbefruchtung durchgeführt.
Im Hinblick auf die lebenswichtige Befruchtung der Kultur- und Wildpflanzen, deren Ertrag und Erhaltung vom Bienenbesuch abhängig ist, erstrebt der Verband die Verbreitung und Förderung der Bienenzucht im ganzen Land.

Dies soll erreicht werden durch

  • Vertretung der Mitglieder und der imkerlichen Belange in der Öffentlichkeit, bei Politik, Behörden und zweckdienlichen Organisationen
  • Herausgabe von Richtlinien für eine naturgemäße Bienenzucht, Beratung und Belehrung der Imker in Vorträgen und Lehrkursen durch Bienenfachwarte
  • Bekämpfung von Bienenkrankheiten, Förderung der Zucht und der Belegstellen
  • Verbraucherberatung für den Absatz des heimischen Bienenhonigs
  • Unterstützung aller Maßnahmen zur Stärkung der natürlichen Umwelt

Mitglieder- und Bienenvölkerzahlen

Mitglieder

Im Verband Bayerischer Bienenzüchter e.V. waren im Jahr 2016 4603 Mitglieder zusammengeschlossen.
3942 Mitglieder betreiben aktiv Bienenzucht, davon sind 59 Jugendliche unter 18 Jahren.
661 Mitglieder halten keine Bienen mehr, bzw. sind dem Verband als passive Mitglieder beigetreten.
Die Zahl der Imkerbetriebe hat im Jahr 2016 um 194 zugenommen.

Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Plus von 240 Mitgliedern.
Die Statistik weist 377 Neuzugänge aus, somit berechnen sich die Abgänge auf 137 Mitglieder.
Gründe der Abgänge: 49 durch Ableben, 88 durch Aufgabe der Bienenzucht.

Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder betrug im Berichtsjahr 56 Jahre. (Vorjahr 56 Jahre)
Dies bedeutet, dass durch die Neuzugänge das Durchschnittsalter gleich geblieben ist, trotzdem das wir alle wieder ein Jahr älter wurden.

Völkerzahlen

Im Jahr 2016 wurden 28144 Bienenvölker gemeldet.
Gegenüber dem Vorjahr (26907) konnte der Völkerbestand erhöht werden,
somit ergibt sich ein Anstieg der Bienenvölkerzahlen um 1237, das sind 4,4 %.

Die Zahl der gehaltenen Bienenvölker je Mitglied ist leicht gesunken (0,04 BV).
Im Durchschnitt hielt im Jahr 2016 jeder Imker 7,14 Bienenvölker, (Vorjahr 7,18 BV).

Wenn auch die in den letzten Jahren sich abzeichnende Entwicklung der Mitgliederzahlen eine erfreuliche Steigerung erfährt, erhöht sich die Völkerzahl nur gering.
Im Hinblick auf die Bestäubung ist es wichtig, wenn die Völkerzahlen nicht weiter zurückgehen, denn es gibt heute bereits Ortschaften ohne Bienen. Es besteht nach wie vor Handlungsbedarf, insbesondere beim Durchschnittsalter, obwohl wir gleich alt geblieben sind.

Die Gründe hierfür liegen in der allgemeinen Situation.

  1. Immer noch kein Durchbruch in der Varroasituation - oft zu spät und nicht ausreichend eingesetzte Varroabehandlungsmittel.
  2. Hohe Völkerverluste die auch die Wissenschaftler nicht eindeutig erklären können (Wechselwirkungen von Varroa, Witterungsverlauf, Viren, Nosema, Pflanzenschutzmitteln, Beizmittel, mangelnde, bzw. einseitige Pollenversorgung)
  3. Zu wenige Jungvölker (Ableger u. Kunstschwärme) erstellt!
  4. Gefährdung unserer Bienen durch Import von fremdrassigen Kunstschwärmen und Königinnen.

Erfreulich ist, das durch den Einsatz der Ortsvereine und Lehrbienenstände in der Neuimkerwebung und -betreuung an Neumitglieder 2016 377 dem Verband beigetreten sind, im Jahr 2015 323. Die Aktivitäten müssen fortgesetzt werden, damit eine Verjüngung der Imkerschaft eintritt.

Aufteilung nach Regierungsbezirken

Regierungsbezirk Mitglieder Bienenvölker
Oberbayern 4083 25424
Niederbayern 174 1119
Oberpfalz 167 749
Mittelfranken 12 119
Schwaben 15 114
außerhalb Bayerns 152 619
     
 gesamt 4603 28144

Aufteilung nach Betriebsgrößen

Bienenvölker Imker Vorjahr
1 - 15 3532 3375
16–50 418 378
51-100 10 10
101 und mehr 2 3

Eine Grafik über die Entwicklung der Mitglieder- und Völkerzahlen finden Sie im Downloadbereich.

Organisation

Der Verband ist in 12 Kreisverbände und 76 Ortsvereine gegliedert.
Die Ortsvereine Garching und Gottsdorf-Lämersdorf haben sich zum 01.01.2016 aufgelöst.

Vorstandschaft

1. Vorsitzender: Franz Vollmaier, Hennthal. 11, 83308 Trostberg
2. Vorsitzender: Walter Niedermeier, Lohfeld 6, 85221 Dachau
3. Vorsitzender: Josef Kaufmann, Eitensheimerstr. 9, 85114 Buxheim
Kassier: Claus Riedl, Staufenstraße 8, 83451 Piding
Schriftführer: Karin Kirmse, Schmelzer Str. 86, 83334 Inzell
Beisitzer: Gerhard Rischbeck, Huglfing und Hubert Dietrich, Starnberg

Der 1. Vorsitzende vertritt den Verband nach § 26 BGB. Das Büro der Geschäftsstelle ist am Wohnsitz des 1. Vorsitzenden eingerichtet.

Verbandsausschuss

Die 1. Vorsitzenden der Kreisverbände bilden den Verbandsausschuss als beratendes Fachgremium.

Mitgliederversammlung

Im September des Jahres findet die Mitgliederversammlung als höchstes Gremium des Verbandes an wechselnden Orten statt. Das Stimmrecht wird von Delegierten aus den Kreisverbänden und Ortsvereinen ausgeübt.

Obmänner für bestimmte Fachgebiete

Zur Erledigung bestimmter Fachfragen sind Obmänner und Obfrauen bestimmt für

a) Königinnenzucht Luise Mitterreiter
b) Versicherungsangelegenheiten Petra Wagner
c) Honig und Warenzeichenkontrolle Evelyn Stieger
d) Schriftleitung Bayerisches Bienen-Blatt Sonja Heim
e) Film und Dia, Video Geschäftsstelle
f) Bienenförderung Johann Thurner

Verbandsorgan

Als Verbandsorgan wird vom Verband das Bayerische Bienen-Blatt als Mitgliederzeitung herausgegeben.

Kreisverbände und Ortsvereine

Die Kreisverbände und Ortsvereine haben Finanzhoheit und finanzieren sich durch eigene Beiträge selbst. Sie können sich im Rahmen der Satzung des Verbandes eigene Satzungen geben.

Leistungsangebote

Der Verband Bayerischer Bienenzüchter e. V. (VBB) vertritt die imkerlichen Interessen und Belange vor Staat und Öffentlichkeit.
Er bietet seinen Mitgliedern
- eine ausreichende Imkerversicherung
- zur Honigvermarktung das eingetragene Warenzeichen
ECHTER BAYERISCHER BIENENHONIG®
das bayerische Honigglas, Honigglas-Etiketten und werbewirksame Prospekte
- zur Überwachung der Bienengesundheit stehen bei den Kreisverbänden geschulte Gesundheitswarte zur Verfügung
- vierteljährlich wird das Bayerische Bienen-Blatt als Mitgliederzeitung herausgegeben und den Mitgliedern ohne zusätzliche Kosten zugestellt

Der VBB fördert die Zuchtbestrebungen in den Züchterringen und auf Belegstellen. Für die Öffentlichkeitsarbeit werden vom VBB Messestände, Schautafeln und Info-Material bereitgehalten.
Zur Absatzförderung und Verbraucherberatung werden Werbeaktionen für den heimischen Bienenhonig durchgeführt.

Geschäftsstelle

Anschrift:
Verband Bayer. Bienenzüchter
Hennthal. 11
83308 Trostberg

Tel.: 08623 / 919678
Fax: 08623 / 919710
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